BERICHTE


09.-13. Dezember 2015, De Ronde Venen Dutch Open (NED)

 

Im niederländischen Uithoorn in der Nähe von Amsterdam stand Anfangs Dezember ein, in jeder Hinsicht qualitativ hochklassiges, internationales Turnier auf dem Showdownkalender. Dank der reibungslosen Organisation von Wim Snijders und seinem Team konnten sich die SpielerInnen voll und ganz auf ihre Leistungen konzentrieren, was das grosse und hochbesetzte Teilnehmerfeld durchaus von ihnen verlangte. Mit Elzbieta Mielczarek aus Polen und dem Lokalmatador Leander Sachs standen die beiden Nummer 1 des IBSA-Ranking im Starterfeld ergänzt mit 21 weiteren Frauen und 42 Männer aus 11 Nationen. Die 287 Spiele wurden vom elf köpfigen Schiedsrichter-Team unauffällig geleitet und gingen teilweise mit klaren wie auch knappen Resultaten zu Protokoll. Hochspannende Partien wurden nicht nur in den beiden  Finalen geboten, nein, auch die Gruppenspiele waren hart umkämpft und boten technisch niveauhohes Showdown. Das Frauen wie auch das Herren Turnier wurde dann doch, auf nicht einfache Art, von den beiden Nummer 1 gewonnen. Detailierte Ergebnisse sind unter www.gameresultsonline.com zu finden.

 

Bei seinem zweiten internationalen Turnier konnte Thomas Häni (SUI) weiter wichtige Erfahrungen sammeln und Kontakte pflegen. Sein personell bedingter Trainingsrückstand gegenüber den anderen Nationen war förmlich zu spüren und doch gelang es Häni sein gesetztes Ziel, mit einem Sieg und nicht Letzter, zu erreichen. "Viele gute Tipps und Eindrücke bereicherten dieses tolle Turnier für mich" meinte er und freut sich darüber das gewonnene an den fürs 2016 geplanten Kursen in der Schweiz an weitere Interessierte weiter geben zu können.


18.-20. September 2015, Showdown-Workshop der CAB

 

Im Internationalen Blinden Zentrum (IBZ) im schön gelegenen Landschlacht(TG) fand der erste Workshop über die Sportart Showdown statt.

Showdown ist eine Art Tischtennis welches blind gespielt wird und mit einem kleinen Klingelball welcher auf einer extra angefertigten Tischplatte hin und her gerollt wird. Auf jeder Kopfseite der Platte hat es in der Mitte ein Loch als Goal und dieses darf mit einer Kelle aus Holz verteidigt werden.

 

Mit mir reisten 5 Männer und weitere 8 Frauen aus der ganzen Schweiz und Deutschland an. Am Freitagnachmittag wurden wir vom Blindenzentrum mit einem Begrüssungsapéro herzlich überrascht. Nach dem uns der Hauptleiter des Workshop Thomas Häni sein Helfer-Team vorgestellt hatte, ging es dann bereits mit den ersten "Schlägen" auf der "Platte" los.

 

Gemeinsam lernten alle den Sport kennen und merkten bald, dass es nicht nur Gehör, Geschick und Taktik braucht, sondern auch viel Ausdauer. Thomas Häni und Eli Osewald, beides aktive Showdown-Spieler konnten uns aus eigener Erfahrung sehr gut instruieren.

 

Am Samstag stand dann ein Turnierbetrieb vor der Türe. Wir 9 Frauen spielten jede gegen jede (Round-Robin) und die 5 Männer machten eine Doppelrunde. Das Ziel war natürlich vor allem, dass wir einmal mitbekommen, wie solch ein Turnier abläuft und wir auch direkt beim intensiven Spielen merken, dass es unglaublich viel Konzentration braucht. Ich persönlich kam oft ins Schwitzen.

 

Am Sonntagmorgen standen noch die letzten Vorrundenspiele auf dem Programm mit den nachfolgenden Halbfinalen- und Finalspielen. Da ich vor einigen Jahren bereits diesen aufregenden Sport kennen lernen durfte, spielte ich dann sogar im Final und nach 3 Sätzen, welche von mir extrem viel Ausdauer und Reaktion brauchten, ging ich schlussendlich als Siegerin aus diesem Spiel. Bei den Männern gewann Christopher Aimé aus Deutschland.

 

Zum Glück fehlte neben all den sportlichen Zeiten nicht die Gemütlichkeit. Ich fand es unglaublich toll, wie gut wir es auch in der Gruppe hatten. Selber genoss ich auch diese Momente und möchte es natürlich nicht unterlassen dem Organisator Thomas Häni und der CAB (Schweizerische Caritas Aktion der Blinden) herzlich für alles zu danken. Auch den beiden Schiedsrichter Thomas Seeburger und Hermann Schladt sei ein grosses Lob gewidmet.

 

Zur Zeit gibt es in der Schweiz nur wenige Möglichkeiten diesen spannenden Sport auszuüben und ich hoffe sehr, dass ich trotzdem bald wieder einmal dazu kommen werde!

(Janka Steiner, Kursteilnehmerin)


15.-18. Januar 2015, Pajulahti Games in Finnland

 

Durch anhaltenden Kontakt zur deutschen Showdownszene gelangte eine Einladung der international bekannten Pajulahti Games in Finnland an Thomas Häni, wo er sich gleich mit grosser Vorfreude anmeldete und daran teilnahm. „Mir war vor meiner Abreise bewusst dass ich ohne intensives Training wohl keine grossen Chancen bei der Weltelite haben werde doch freute ich mich sehr auf einen lernreichen internationalen Bewerb“.

 

Nebst zahlreichen finnischen SpielerInnen starteten Teilnehmer aus Litauen, Holland, Frankreich und Deutschland. Bereits am Donnerstagabend erkannte Thomas dass die drei vorhan-denen tschechischen Platten eine sehr glatte bzw. extrem schnelle Oberfläche besitzen und die Teilnehmer des Turniers über niveauhohe technische Finessen verfügen.
Die Männer waren in zwei Achtergruppen aufgeteilt und spielten in ihrer Gruppe eine „Round Robin“. Danach kamen die jeweils vier Erstplatzierten der Gruppe in eine Finalrunde und spielten die Plätze eins bis acht mit Halbfinal und Final aus. Bei den jeweils vier hinteren wurde das gleiche System verwendet um die Plätze neun bis sechzehn zu erkoren. Häni gelang es ein Spiel für sich zu entscheiden und holte damit die ersten internationalen Punkte für die kleine "Showdownszene" der Schweiz. Am Ende belegte er den 16. Platz und zeigte sich mit den gewonnenen Erfahrungen und dem „Fairness“-Preis glücklich.